Flüssiges Ammoniak dient als Lösemittel und wird auch in der Kältetechnik eingesetzt. Bei defekten Kühlgeräten kann es zum Austritt von Gas kommen. In modernen Haushaltskühlschränken werden heute jedoch wenig toxische Stoffe, wie beispielsweise Propan und Butan (FCKW-freie Kühlschränke) eingesetzt.
Durch den unangenehmen Geruch, der schon bei niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist, existiert eine Warnung, so dass schwere Vergiftungsfälle mit Ammoniakgas sehr selten sind.
Symptome einer Ammoniakvergiftung:
Geringe Konzentrationen verursachen Brennen in Augen, Nase, Rachen; Tränenfluss, Niesen, Husten, Heiserkeit, Kopfschmerzen.
Hohe Konzentrationen können bereits nach 1-2 Atemzügen zu starkem Brennen der Schleimhäute mit quälendem Hustenreiz, fliessenden Augen und Nase, Schmerzen auf der Brust führen. Nach intensiverer Exposition kann es zu Atemnot, Entzündung des Kehlkopfes und der Luftröhre und auch zu Verätzungen und Lungenödem kommen.
Tox Info Suisse empfiehlt folgende Massnahmen:
Haushaltsunfall:
- Sich aus dem Gefahrenbereich entfernen, betroffenen Raum gut lüften, defekte Geräte vom Strom nehmen und von Fachpersonen entfernen oder reparieren lassen.
- Frischluft atmen
- Wasserdampf-Inhalation bei leichten Reizsymptomen
- Arztkonsultation bei ausgeprägteren Reizsymptomen
- Evakuation der Betroffenen, Eigenschutz beachten, Gefahrenbereich sofort absperren, Feuerwehr alarmieren (Notruf 118)
- Frischluft atmen
- Wasserdampf-Inhalation bei leichten Reizsymptomen
- Arztkonsultation bei ausgeprägteren Reizsymptomen
22.01.2015